| Für die 551 Einwohner mit ihrem Ortsteil Wetzenow zählende Gemeinde sind - teils bewohnte, teils nicht mehr genutzte - Bauerngehöfte und Fachwerkhäuser mit Krüppelwalmdächern charakteristisch. Die sichtbaren Luftklappen auf diesen Gebäuden erinnern noch an die einstigen Tabakböden.
Sehenswert ist die 1994 restaurierte Feldsteinkirche aus dem 14. Jahrhundert, ein frühgotischer Feldsteinbau. Um 1900 erhielt die Kirche den rechteckigen Chorraum, in dem auch der Kanzelaltar untergebracht ist. Der Turm in seiner jetzigen Gestalt mit Fachwerkaufsatz, achteckigem Obergeschoss und Spitzhelm stammt aus dem Jahre 1837.
Einen Besuch wert sind auch die in Dorfnähe gelegenen Seen sowie das Schulhaus, welches ein kleines Schulmuseum beherbergt. Werner Mutz, Leiter der Schule bis zu ihrer Schließung und Lehrer im Ruhestand, kennt sich in der Rossower Schulgeschichte bestens aus und steht interessierten Besuchern der Zwei-Klassen-Schule nach Voranmeldung gern zur Verfügung. Von ihm ist zu erfahren, dass das Schulhaus 1915 aus konfessionellen Gründen für zwei einklassige Volksschulen konzipiert wurde. So drückten bis 1923 Kinder der französisch-reformierten Gemeinde und evangelisch-lutherische Schüler exakt getrennt dort die Schulbänke. Wer die Schulstube, die im Stil einer einklassigen Dorfschule wieder hergerichtet und ausgestattet wurde, betritt, fühlt sich in eine längst vergangene Zeit versetzt. Im übrigen kann Werner Mutz regelmäßig Schulklassen aller Altersstufen, Wander- und Reisegruppen sowie Einzelreisende sowohl aus den neuen als auch aus den alten Bundesländern in seiner historischen Schulstunde begrüßen.
Die Rossower Schalmeienkapelle ist über Gemeinde- und Kreisgrenze hinaus bekannt. Der Fußballverein, die Freiwillige Feuerwehr und der Karnevalsverein bestimmen mehr oder weniger das kulturelle Leben im Ort.
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